Prozessmanagement

Strategisches Prozessmanagement

Post-Merger Integration von ARCOR Telekommunikationsaktivitäten in die Deutsche Bahn AG

Deutsche Bahn, DB Netz AG Frankfurt

Durchführung in 2002, ca. 800 Mitarbeiter
Mit der Zielsetzung, die Telekommunikations- dienstleistungen im Konzern zu bündeln, hatte die DB AG die Arcor DB-Telematik vollständig übernommen.


Als DB Telematik GmbH konzentriert sich die Gesellschaft auf Telekommunikations- und Telematiklösungen sowie entsprechende Anlagen. Dazu zählt unter anderem das digitale Zugfunk-System (GSM-R). Daneben ist das Unternehmen für die Wartung und den Betrieb sämtlicher bahninterner Telekommunikationsanlagen zuständig und entwickelt Festnetz- sowie Mobilfunkdienste für die Bahn und den Drittmarkt.

Die Aufgabe der Berater der QMC: Ausgestaltung der zukünftigen Prozesse, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen innerhalb des DB AG Konzerns und seiner Tochtergesellschaften vor dem Hintergrund einer vorgegebenen Aufgabenteilung. Nur der Betrieb, der Service und die Instandhaltung sollte von der DB Telematik GmbH zugeordnet werden. Das Eigentum an der TK- Infrastruktur und den Anlagen sollte aus eisenbahnrechtlichen Gründen bei der DG Netz AG liegen. Die Verantwortung für die TK-Strategie wurde dem zentralen Konzernbereich TZ zugeordnet. Für die Planung und Errichtung von TK- Infrastruktur wurde der neu gegründeten DB ProjektBau zugeordnet.

Vor dem Hintergrund dieser Aufgabenverteilung und des engen Zeitrahmens für die Migration in die neue Struktur ergab sich die Herausforderung, die Projektbeteiligten zu einer gemeinsamen konstruktiven Ausgestaltung der Prozessstruktur zu bewegen.

Gemeinsam mit Mitarbeitern der DB AG identifizierten die Berater der QMC eine Kernprozesslandschaft. Diese wurde dann in sechs Teilprojektteams weiter untersetzt. Neben der Verteilung und Abgrenzung der Aufgaben, wurden auch die Verantwortlichkeiten festgelegt. Anschließend wurden die Ergebnisse in einem internetbasierten Prozessmodell dokumentiert und kommuniziert. Dieses intranetbasierte Modell erlaubte es jedem Mitarbeiter, sich von der obersten Ebene der aktuellen Prozessdarstellung bis auf die Ebenen der Teilprozesse „durchzuklicken“. In das Modell wurden bestehende Standards, Verfahrensanweisungen und Regelungen eingebundenen.

Damit war das Modell ein ideales Instrument für die Weiterentwicklung der Prozesslandschaft in einem räumlich verteilten Team während und auch nach der Projektlaufzeit. Statt einer statischen Prozessdarstellung stand die permanente Organisationsentwicklung im Team im Vordergrund.

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